• frauschoeberl

Mein Zaubergärtchen.

Meine Großmutter liebte die Lupinen, und auch hier eifere ich ihr nach. Seit ich die Nacktschnecken ausgetrickst habe, blühen sie zuverlässig:





Die Rosen beginnen zu blühen, und natürlich gleich üppig! Allerdings sind auch die Läuse schon bereit: im ersten Durchgang versuchte ich es heuer mit Schmierseifenlösung; scheinbar vertreibt das auch die Rollwespen - ich bin hoffnungsfroh!


Die Rosen sind Austin Rosen: Christopher Marlowe & zweimal William Morris.



Wundervolle Tulpenzeit!

Ich liebe die Farbenpracht, das Leuchten selbst im Regen, die Vielfalt der Farben, die sich plötzlich wieder im Gärtchen zeigt. Und die Überraschungen: welche wachsen denn eigentlich hier, wo bleibt die Schöne aus dem Vorjahr - hatte ich die hier immer schon?








Große Freude: seit 2 Jahren bin ich stolze Besitzerin eines kleinen Apfelbäumchens, es wächst im Topf auf der Terrasse. Im ersten Jahr trug der kleine 40 Äpfel, ich war (fast) sprachlos! Letztes Jahr zeigt sich keine einzige Blüte; er brauchte eine längere Pause. Heuer entwickelt er wieder viel Blüten und ich bin schon sehr gespannt, wie die Ernte ausfallen wird! Ich werde euch berichten.




Es ist wirklich Frühlingsbeginn, die Pflanzen drängen an die Sonne, die ersten fleißigen Blüher*innen sind schon da: Krokus, Primel, Himmelschlüssel, Forsythia, Hyazinthe, Märzenbecher, ja auch die Veilchen zeigen sich bereits, Bienen summen durch die Gegend und die Marienkäfer eröffnen die Saison...







Die Frühlingszeichen mehren sich: da und dort erscheinen Rosen-und andere Knospen, die Lupinen treiben bereits aus, der Krokus beginnt zu blühen, der wunderbare Winterschneeball leuchtet auch an finsteren Tagen und überall läßt sich das frische Grün sehen, nicht nur erahnen :-)


Und ich blättere natürlich bereits eifrig in Gartenkatalogen: was möchte ich im März noch auspflanzen oder säen? Was fehlt mir, was wollte ich immer schon - und die bange Frage: wo habe ich in meinem kleinen Gärtchen noch Platz???





Eine meiner Rosen, 'Stephanie zu Guttenberg", hatte seit Ende Oktober eine Knospe, im Dezember war sie immer noch Knospe - und Anfang Januar blühte sie unglaublicher Weise doch noch auf:



Visavis blühen die Schneerosen... Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose...



Mein Zaubergärtchen im Winter, und diesmal gibts wirklich schon im Dezember eine ordentliche Menge Schnee. Er deckt fast alles zu - und verzaubert ...

Diesmal war ich mit dem winterlichen Einpacken und Einräumen sehr knapp dran, nämlich gestern ;-)

Die Zitrus, die Aloe und ihre Cousinen und vor allem die Polygala (meine Diva) sind natürlich schon länger im Winterquartier. Der prachtvolle Metrosideros ist auch erst seit einigen Tagen im Warmen.



Auch der Rosenbogen wirkt plötzlich ganz anders und der Schnee liegt schwer und üppig drauf:


Nur Pedro, mein mallorqinischer Blech-Fisch, schaut nach wie vor stoisch in Richtung Süden und ich denke, er träumt von seiner Sonneninsel.







Mein Zaubergärtchen fängt heuer besonders üppig die Fragen des Herbstes ein!

Jeder Morgen ist eine beeindruckende Premiere, heute zum Beispiel so theatralisch:



Kennt ihr eigentlich das Zigarettenblümchen (Cuphea ignea)? Ich kannte es bis April nicht. Beim Einkauf in der Gärtnerei stand der zarte Winzling plötzlich vor mir, in einem kleinen Töpfchen um wenige Euro, und ich dachte: der Name klingt witzig, das nehme ich jetzt mit, auch wenns nur einjährig ist. Nun, Ende Oktober, ist es fast einen Meter hoch und weit verzweigt. Die Blüten sehen wirklich aus wie rote Zigaretten - aber schaut selbst:





Nun wird es sehr herbstlich, doch die großartigen Farben der Natur trösten über die kürzer und dünkler werdenden Tage etwas hinweg und nun ziehe sogar ich mich immer öfter zum Lesen nach drinnen zurück...



Mein Lieblingsgedicht zu dieser Jahreszeit ist übrigens nach wie vor der "Herbsttag" von Rainer Maria Rilke:



Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los.


Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein.


Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.


Rainer Maria Rilke (Paris 1902)




Im September freue ich mich immer über meine eifrig in kräftigen Blau blühenden Eisenhüte, die wunderschönen alten (Gift)Pflanzen.





Juli & August blüht fast alles (sofern es nicht von den Nacktschnecken vernichtet wurde...) : Lupinen, Rudbeckia, Mönchspfeffer und vieles mehr:



Eine besondere Freude ist für mich im Gärtchen nicht nur arbeiten, nein, sondern auch essen :-) In dieser Umgebung schmecken auch einfache Spaghetti mit frischen Basilikum grandios!



Zu meiner großen Freude und Überraschung hat heuer, nach vielen Jahren, meine "Griechische Baumschlinge" das erste Mal geblüht: eine zarte Schönheit!




Spätestens ab Juni an kann ich mich mit dem Fotografieren nicht zurückhalten, es blüht einfach so viel - und soviel Schönes!


Meine Rosen waren zwar nicht so prachtvoll wie im Vorjahr, aber trotzdem eine Augenweide:


Augusta Louise:


Christopher Marlowe:


Tequila:


Stephanie zu Guttenberg:




Der Frühling ist heuer sehr kühl und nass, die Pflanzen hier im südlichen Wien sind 2-3 Wochen verspätet dran, doch ob Regen oder Sonnenschein: ich entdecke in meinem eigenen kleinen Garten täglich Neues - vielleicht auch, weil ich einfach vergessen habe was ich voriges Jahr auspflanzte ;-)


Hier werde ich immer wieder Pflanzen vorstellen, über Gartenereignisse berichten und den Entwicklungsstand in meinem Gärtchen dokumentieren.



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